Aktuell social-media-1.0.1_3

Published on Juli 5th, 2012 | by julia schöpp

0

social media 1.0.1 – actionplan

guten morgen zusammen! ich weiß, heute ist viel zu schönes wetter, um in der vorlesung zu sitzen, aber ich muss ja schließlich auch hier sein, leute. wir lernen hier neues für unseren job und wenn wir damit fertig sind lernen wir für‘s leben. denn social media sagt eigentlich schon alles, Sie müssen ihre menschlichen fähigkeiten auf das web übertragen, fans umsorgen, wie Sie es mit freunden machen würden – und sollte das heute noch nicht der fall sein, dann wiegeln wir die kunst des zwischenmenschlichen von der anderen seite her auf.

nachdem wir nun bereits verstanden haben, wie die mechanik des social web funktioniert – über kommunikation, interaktion, aktion, reaktion, verbundenheit und zwischenmenschlichen kontaktaufbau – sind wir übergegangen zu den überlebensnotwendigen voranalysen. ich betone das für Sie so ausdrücklich, weil es leider immer noch eine weit verbreitete, ansteckende krankheit ist, sich ohne analyse und das erarbeiten eines gesamtüberblicks ans werk zu machen. das konzept kränkelt dann an vielen wichtigen stellen und wird wohl nie zu einem gesunden und funktionierenden kommunikationsinstrument.

wir wissen nun also schon einiges über die marktsituation, die kunden, die mitarbeiter, die partner, die marke und deren markenwert im social web (vier-quadranten-modell). durch eine social media swot konnten wir genaue ziele und risiken herausarbeiten und definieren. wir haben somit die grundlage für eine ganzheitliche social media strategie geschaffen. um nun agieren zu können, müssen wir uns ein team zusammenstellen.

denn was ist wohl das wichtigste bei einem social media plan? na, die menschen! wir brauchen ein team, ein gutes team – das beste team für den job. also machen wir uns mal an die frage, wer in das team möchte, soll oder vielleicht sogar muss. wir brauchen viel kompetenz, zielgruppenorientierung und spaß an kommunikation.

wen brauchen Sie?

  • social media consultants
  • ausgewählte kunden
  • ausgewählte partner
  • engagierte mitarbeiter aus div. abteilungen:

welche abteilungen sind involviert?

  • marketing
  • produktentwicklung
  • produktdesign
  • public relations
  • human resources
  • sales etc.

warum diese vielfalt?

  • übergreifendes engagement steigern
  • expertise der verschiedenen abteilungen gewährleisten
  • nähe zum kunden / partner aufbauen und nutzen
  • weniger risiko für fehlschlagende aktionen eingehen
  • einheitliches handeln der gesamten firma und ihrer infrastruktur fördern

Sie haben nun also ein team zusammengestellt, mit dem sich jeder wohlfühlt, in dem zuständigkeiten geklärt sind und das voller elan an die neuen aufgaben herangeht. dann ist es endlich soweit! eine strategie muss ausgetüftelt werden. um diese allübergreifende social media business strategie im team zu erarbeiten, stelle ich Ihnen ein weiteres modell der social media academy vor, das „social media hexagon“.

es teilt sich, wie der name schon verrät, in sechs elemente auf:
goal, mission, benefits, resources, actions / methods und reporting.

das goal:
als erstes muss das team gemeinsam aus den ergebnissen der voranalysen ein genaues ziel herausarbeiten und definieren. ein ziel könnte beispielsweise sein, die marke einer branche zu werden, über die am meisten im social web gesprochen wird. die klärung und definition eines genauen zeitrahmens, indem das ziel erreicht werden soll ist hier auch dringend notwendig. das goal wird Sie überallhin begleiten, jeder muss es verstehen können und bis in die kleinsten positionen      anerkannt und befolgt werden.

beispiel: „ziel ist es, bis ende des nächsten jahres die bekannteste marke unserer branche im social web zu sein.“

die mission:
in der mission wird festgelegt, wie dieses ziel zu erreichen ist.

beispiel: „durch aktive kommunikation und interaktion mit kunden und partnern auf diversen kanälen im social web, wollen wir vertrauen schaffen und unsere unternehmensprozesse stärken. durch das aufbauen einer online-community werden wir unser ziel erreichen.“

die benefits:
um unsere strategie optimal herauszuarbeiten, muss gewährleistet werden, dass alle beteiligten davon profitieren, denn genau das ist nötig und möglich im social web.

in betracht gezogen werden: kunden, nutzer, partner, hersteller, unternehmen, mitarbeiter, gesellschaft, reseller, lieferanten, multiplikatoren und influencer. arbeiten Sie für jede beteiligte instanz konkrete vorteile heraus und sammeln diese in einem dokument. dieses dokument wird Ihnen in zukunft helfen, niemanden aus den augen zu verlieren, keine falsche richtung einzuschlagen und alle wichtigen punkte zu bedenken.

ist dieser schritt getan, haben Sie eine klare definition und zielvorstellung der zu erreichenden benefits für Sie und alle beteiligten des prozesses.

die ressources:
langsam verdichtet sich die aufgabenstellung: Sie wissen, wie umfangreich die strategie ist und können damit beginnen, sich um notwendige ressourcen zu kümmern.

wer wird dabei helfen, mitwirken, multiplizieren?
welche technischen hilfsmittel benötigen Sie?

klare ressourcen können erst festgelegt werden, wenn die einzelnen schritte im social web definiert und einzelne kampagnen geplant sind – jedoch weiß man auch zu diesem zeitpunkt bereits, dass man technische unterstützung benötigen wird, um beispielsweise eine online-community aufbauen zu können. die experten werden Ihnen dann helfen, ein sicheres und effektives konzept zu erarbeiten.

die actions / methods:
an diesem schritt angekommen, geht es in die aktive und kreative phase der idee-entwicklung. hier stellen und beantworten wir uns folgende fragen:
was sind die konkreten schritte und aktionen, die zum ziel führen?
was wird dazu benötigt und wie wird es wirklich eingesetzt?

dieser entwicklungsschritt ist natürlich mit der wichtigste für das entwerfen einer funktionierenden social media-strategie. nehmen Sie sich zeit und entwickeln Sie ideen, kampagnen und vorgehensweisen, um Ihr ziel zu erreichen. wichtig ist hier auch, konkrete meilensteine zu setzen, um kleine erfolge zu feiern und schnell zu erkennen, wenn in manchen dingen noch potenzial steckt bzw. optimierungsbedarf besteht.

das reporting:
hat man also alle teile beachtet, besitzt man eine detaillierte vorstellung der zu erfüllenden aufgaben und kann prinzipiell mit der umsetzung beginnen. um effekte zu garantieren und nachvollziehen zu können, muss im folgenden ein plan entwickelt werden, wie die erreichung der ziele überprüft werden kann. das reporting dient nicht nur der reinen kontrolle, sondern zeigt auch schwachpunkte auf, die – wenn sie frühzeitig erkannt werden – auch meist leicht gelöst werden können.

beantworten Sie folgende fragen:

  • wie wird die erreichung der ziele gemessen?
  • in welchen intervallen ist es sinnvoll zu reporten?
  • was wird dazu benötigt (z.b. kostenpflichtige tools)?
  • wie kann schritt für schritt die entwicklung nachverfolgt werden?
  • in welcher form und an wen werden reportings kommuniziert?

damit endet die grobe gliederung und erklärung des „social media hexagon“ und ich denke, das war genügend stoff für diesen sonnigen tag. ich hoffe Sie haben etwas dazugelernt und ich stehe Ihnen natürlich auch hier für fragen gerne zur verfügung.

in der nächsten woche werden wir uns mit dem planungsprozess der einzelnen aktionen und aufgaben beschäftigen. wir werden definieren, welche abteilungen des unternehmens welchen beitrag leisten wird und wie alle kampagnen und aufzubauenden prozesse gemeinsam zu einem großen ziel führen. es wird also spannend – und nächstes mal werden wir anhand eines fallbeispiels hier im social move hörsaal bis ins kleinste detail der planung gehen.

tschüss und bis nächste woche – und bitte erscheinen Sie vollzählig!

info:
lektion 1
lektion 2

avatar

Über den Autor: julia schöpp

julia schöpp : Beiträge auf social move: 23 .



style=”display:inline-block;width:250px;height:250px”
data-ad-client=”ca-pub-0443332210411793″
data-ad-slot=”8267970029″>

zur offiziellen „international management“-bachelorette wurde ich im schönen bayern, seitdem werfe ich gerne mit fremdwörtern und fachbegriffen um mich, die sich mit themen wie marketing, public relations, globalen märkten oder kampagnenbildung vereinen lassen. als zertifizierte social media managerin kann ich seit neuestem auch mit dem fachbereich social media posen – und das macht mich schon ein wenig stolz. das social web ist jetzt meine ganz persönliche spielwiese. hier bei social move könnt ihr mitspielen und lesen, was mich und die welt des online marketing so den ganzen tag beschäftigt.

Auf Facebook kommentieren

Kommentare

Tags: , , , ,




Hinterlasse eine Antwort

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *

Du kannst folgende HTML-Tags benutzen: <a href="" title=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote cite=""> <cite> <code> <del datetime=""> <em> <i> <q cite=""> <strike> <strong>

Back to Top ↑

Loading..